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Jugendbotschafter 2009 Seoul / Südkorea (21.08.-30.08.2009) von Maximilian Lehner Drucken E-Mail

Kurze Zusammenfassung



Seit 2007 schickt der Asia Circle jährlich bis zu fünf Jugendliche im Alter von 15 – 18 Jahren für eine Woche nach Seoul / Südkorea. Dort erleben die sogenannten Jugendbotschafter eine unvergessliche Woche, denn neben einer Vielzahl von Treffen mit hochkarätigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft tauchen die Jugendlichen auch ein in die koreanische Kultur. Vom sensationellen Essen bis hin zu den tollsten Sehenswürdigkeiten Seouls erleben sie in der Woche einen so tiefen Eindruck wie manch anderer nicht einmal in zwei Wochen Seoul Intensivurlaub.
Auch in diesem Jahr hieß es wieder für fünf Jugendliche: „Auf nach Korea!“



Caty Blättermann, Xue Lin, Francois Eppinger, Timon Balsiger und ich, Maximilian Lehner, durften für acht Tage in eine andere Welt eintauchen.
Das Ganze begann für uns mit einer aussagekräftigen Bewerbung. Diese umfasste ein Motivationsschreiben, Empfehlungsschreiben der Schule und aktuelle Zeugnisse und Zertifikate.
Als wir dann die Mitteilung bekamen, dass wir nun dabei seien, wurden wir von Frau Wöhler am 10. Juni in das Stuttgarter Rathaus eingeladen. Dort überreichte uns die Bürgermeisterin Frau Müller-Trimbusch feierlich eine Urkunde und wünschte uns viele spannende Eindrücke in Seoul.
Nachdem wir einige Monate mit großer Vorfreude verbracht hatten, hieß es am 21.08.2009 endlich auf nach Südkorea. Nach einem langen Flug kamen wir an unserem Wunschziel Seoul an. Dort wurden wir ganz herzlich von Fr. Wöhler begrüßt und damit wir nicht Probleme mit der siebenstündigen Zeitumstellung bekamen, hatten wir den ganzen Tag bis spät in den Abend Programm. Am ersten Tag war gleich ein riesen Ereignis für uns auf dem Terminplan. Die DMZ (= demilitarized Zone) . Dort konnten wir bis nach Nordkorea blicken.
Auch an den anderen Tagen waren Besichtigungen von UNESCO Weltkulturerben, wie den Palästen von Gyeongbokgung, in unserem Programm. Aber vorwiegend bekamen wir Einblicke in die Politik und Wirtschaft, sowohl von Südkoreanischen als auch von Deutschen Unternehmen und Institutionen. Unternehmen wie die Volkswagen AG oder die Deutsche Bank hatten Termine mit uns vereinbart. Und so konnten wir interessanteste Eindrücke von in Südkorea agierenden Unternehmen sammeln.
Bei Volkswagen erfuhren wir von der Marketingchefin Frau Weimar, was für Werbemethoden in Südkorea angewandt werden müssen, denn im Vergleich zu Europa kennt hier nur jeder fünfte das Weltunternehmen VW. Daher geht es vorwiegend, darum die Marke populärer zu machen.
Auch bei Herrn Dr. Baas, dem Deutschen Botschafter, erfuhren wir viel über die schnell florierende Wirtschaft in Südkorea. Nach dem Koreakrieg 1953 ging alles nach dem Motto „Balli, Balli!“, zu deutsch „schnell, schnell!“ und innerhalb kurzer Zeit war eine bedeutende Wirtschaft aufgebaut. Auch wir Deutschen spielten dabei eine große Rolle, denn als erster Kreditgeber trauten nur wir den Südkoreanern eine konstruktive Zukunft zu. Dafür sind sie uns heute noch sehr dankbar und sind mit uns sehr freundschaftlich verbunden. Das „Balli, Balli“ Motto ist noch heute ein riesen Vorteil Koreas, denn Projekte werden schnell, ohne wenn und aber ausgeführt. Bei uns dauern ebensolche Vorgänge durch das Mitspracherecht von allen anderen Mitarbeitern viel länger. Man kann fast sagen, dass uns Europäern die Demokratie manchmal zum Verhängnis wird. Herr Dr. Baas gab uns auch noch mit auf den Weg, nach unserer Rückkehr aus Korea in unserem Umfeld für Südkorea zu werben und über das fantastische Land zu erzählen, was wir natürlich mit viel Freude machen werden!

Wenn ich nun rückblickend mir diese acht Tage in Seoul durch den Kopf gehen lasse, darf ich mit Begeisterung feststellen, dass wir eine einmalige Gelegenheit hatten. Wir haben, insbesondere durch die hochkarätigen Treffen mit Personen aus Politik und Wirtschaft, unwahrscheinlich viel über Land, Leute, Geschichte und vor allem Tradition gelernt. In einem Land, in dem dieselbe Situation herrscht wie bei uns vor 20 Jahren, gibt es eine Gesellschaft, welche mit Glanzleistungen und einem sehr intensiven patriotischen Hintergedanken versucht, ihre Wirtschaft weltweit auszubauen. Wenn man sich überlegt, dass ein Land mit der Fläche von Baden-Württemberg und Bayern ein Bruttoinlandsprodukt von mehr als 1.200 Mrd. USD hat, dann spricht das schon sehr für eine aufstrebende Bevölkerung. In vielerlei Hinsicht können wir Deutsche sehr viel von den Koreanern lernen aber futuristisch betrachtet sollte meine Generation zusehen, mit solch zielstrebigen Mitmenschen zusammen zu arbeiten und sich gemeinsam für eine bessere Welt zu engagieren.

Ich möchte mich zum Schluss bei den vielen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft bedanken, welche es uns ermöglichten, diese tollen Eindrücke zu sammeln. Aber auch unseren Gasteltern und besonders Familie Wöhler haben ein großes Dankeschön verdient. Ohne sie wäre diese Reise nie zustande gekommen.

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