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Jugendbotschafterreise 2009 Südkorea (21.8.2009-30.8.2009) von Francois Eppinger Drucken E-Mail

Hier den ganzen Bericht mit Bildern herunterladen.

 

Meine Jugendbotschafterreise beginnt am 20 März 2009. An diesem Tag bekam ich das Ausschreiben und einen Bericht von ihrer Koreareise einer ehemaligen Jugendbotschafterin zu lesen. Diese Reise hat mich sofort interessiert. Wie jeder andere Teilnehmer reichte ich meine Bewerbung inklusive Empfehlungsschreiben und Zeugnis meiner Schule ein. Am 16. Juni bekam ich schließlich einen Anruf der Leiterin des Auswahlkomitees Frau Dr. Gabriele Knöss. Nach einem kurzen Interview gratulierte sie mir zum ersten Jugendbotschafter 2009. Die Freude war riesig und ich war schon sehr gespannt, wie diese Reise verlaufen würde. Am 10. Juli fand die Urkunden Überreichung im Rathaus Stuttgart statt. Frau Müller-Trimbusch, Bürgermeisterin Stuttgarts, überreichte uns diese Urkunden und damit „ging es los“. Wir, die Jugendbotschafter des „Asia Circle“ 2009, würden tatsächlich nach Korea reisen. Nach einer Präsentation der ehemaligen Jugendbotschafter Johanna Klesse und Sandra Rechkemmer, und einem kurzen Vortrag über die aktuelle politische sowie wirtschaftliche Lage in Südkorea von Herrn Wöhler, verabschiedeten wir uns nach einem Umtrunk und wussten nun, dass das nächste Treffen am Flughafen stattfinden würde.

 

TAG 1, Freitag 21.8.2009
Am Flughafen Stuttgart traf ich die zwei ersten Jugendbotschafter Timon Balsiger aus Luzern und Maximilian Lehner ebenfalls aus Stuttgart. Bevor wir am Flughafen Incheon ankamen, hatten wir einen Zwischenstopp in Amsterdam, wo wir dann auch die beiden anderen Jugendbotschafter trafen. Cathy Blätterman und Xüe Lin, beide aus Berlin stammend waren genauso gespannt auf das Land des „Morning Calm“.


Tag 2, Samstag 22.8.2009
Um 11:55 setzte ich meinen ersten Fuß auf koreanischem Boden. Der Flughafen in Incheon ist sehr beeindruckend und ist auch nicht umsonst zum besten Flughafen der Welt gewählt worden. Dieser viel mir durch seine Größe, Sauberkeit und moderne Technology auf. Nicht nur war die Verbindung zwischen den Terminals sehr schnell sondern auch die Gepäckausgabe.

Kurze Zeit später trafen wir Frau Wöhler, die mindestens genauso gespannt auf diese Woche war wie wir alle. Wir tauschten unsere Euros am Flughafen gegen Koreanische Won um und nur wenige Minuten später saßen wir alle samt Gepäck im Auto der Familie Wöhler und fuhren Richtung DMZ (demilitarisierte Zone). Dort angekommen, ging das volle Programm gleich los und das erste Gruppenfoto entstand vor einer sehr großen koreanischen Glocke, die uns alle sehr beindruckte. Auf dem Bild erkennt man auch schön die typische Architektur des Landes mit den geschwungenen Dächern in den Farben Grün und Rot. Im weiteren Verlauf des Tages sahen wir die Freedom Bridge, aßen das erste koreanische Gericht ( Bibimbap) und fuhren in Eile zur Aussichtsplattform mit Sicht auf das benachbarte Nord-Korea. Dort wurden wir ständig von südkoreanischen Soldaten bewacht, da das Fotographieren nur bis zur „Photo Line“ erlaubt war.

Der Reisebus setzte uns an einem der drei Infiltrationsstunnel ab. Wir fuhren mit einer Zahnradbahn bis auf 70 Meter unter die Erde, stiegen dort aus und konnten in diesem Tunnel sehen, wo die Nordkoreaner den Sprengstoff installierten, welcher sich mit gelber Farbe an den Tunnelwänden absetzte. Auch wenn wir alle Schutzhelme aufhatten, mussten wir aufpassen, dass wir uns unsere Köpfe nicht anstießen. In diesem Tunnel war es sehr kalt, zu vergleichen mit einer Tropfsteinhöhle. Mir hat dieser Teil sehr gut gefallen, denn es war ziemlich abenteuerlich und man konnte sich sehr gut vorstellen, wie die Nordkoreaner unten waren und versuchten soweit wie möglich unterirdisch über die Grenze zu kommen. Zu den Versuchen von Nordkoreaner die Südkoreaner anzugreifen, weshalb diese beiden Länder sich getrennt haben und zur aktuellen Lage der beiden Länder, wurde uns später ein Film präsentiert.
Unsere letzte Besichtigung des Tages, war die Dorasan Station. Diese sehr moderne Zugstation, wurde für die Zukunft gebaut in der Hoffnung auf eine Wiedervereinigung. Diese Station hat mich besonders beindruckt weil sie voll Funktionsfähig ist und dennoch unberührt ist. Sie repräsentiert einen Teil der Hoffnung auf die Wiedervereinigung und diese Hoffnung wird erkennbar vom ehemaligen amerikanischen Präsidenten George W. Bush unterstützt. Das Gefühl in dieser Station ist unbeschreiblich. Vielleicht könnte man diese Leere was als unheimlich beschreiben.
Wir machten uns schnell auf den Weg zur ca. 15 Millionen Einwohner großen Hauptstadt Seoul, denn wir wollten die Rush-hour vermeiden . Dort angekommen, lud uns Freundlicherweise Herr Wöhler zu einem Bulgogi-essenmit den Gasteltern ein. Leider konnten unsere (Maximilian und ich teilten uns eine Gastfamilie) Gasteltern nicht dabei sein. Nachdem wir unsere Schuhe vor dem Restaurant ablegen mussten, gingen wir in einen Raum mit einem sehr tiefen gedeckten Tisch. Meine nächste Frage lautete dann, wo sind die Stühle? Nun, die Antwort kann man sich auch so ausdenken nur gemütlich war.
Schließlich durften auch wir unsere netten Gasteltern kennenlernen. Unsere Gastfamilie ist Deutsch/Britischen Prägung da die Mutter Deutsche ist und der Vater Ire. Die Vierköpfige Familie O’Hanlon, bestehend aus dem Britischen Militärattaché Col. Matt, seiner Ehefrau Julie, ihrer Tochter Rebecca(18) und Sohn James(13). Nicht zu vergessen, sind die Drei Hunde der Familie, die uns im Laufe des Aufenthalts einige Streiche gespielt haben.
Trotz des anstrengenden Flugs, packte uns die Neugier nach dem Nachtleben in Seoul. Rebecca nahm uns, und ein paar Freunde zum Pool spielen mit, und führte uns danach ein wenig durch den Stadtteil Itaewon .
Zuletzt packte uns die Müdigkeit des Jetlags und wir fielen so bald wir zuhause angekommen waren ins Bett.

 

TAG 3, Sonntag 23.8.2009

Ausgeschlafen und voller Energie, ging es dann schon früh los. Die erste Station: das Koreanische Nationalmuseum. Dieses Zweiteilige Gebäude, ist ein Architektonisches Wunder und obendrein bietet es eine ausgezeichnete Sicht auf einen Teil der Stadt. Da wir zuvor gehört hatten, dass Koreaner vieles gerne gemeinsam erleben, besonders an einem Wochenende, befürchteten wir lange Wartezeiten. Vorerst hatten wir Glück und konnten zügig vom Künstlerischen, Geschichtlichen und Architektonischen Angebot des immensen Nationalmuseums profitieren. Besonders beeindruckt war ich von den verschiedenen Darstellungen Buddhas. Der Buddhismus prägt das gesellschaftliche zusammenleben Koreas mit. Sehr interessant waren auch die Darstellungen in Bezug auf den Einfluss der Chinesischen Kultur. Die Darstellung eines typischen Koreanischen Hauses konnte einen guten Eindruck in das Tägliche Leben der Landbevölkerung geben. Beim Ausgang des ersten Museumgebeudes, sahen wir schließlich die Meter langen Warteschlangen, von denen wir gehört hatten und welche wir befürchteten.

Nach der Besichtigung des Nationalmuseums gingen wir zum Namdaemun market. Kurz zuvor, sahen wir die Stelle an der einst der Nationalschatz Seouls lag. Leider wurde dieser durch einen Brand zerstört. Dennoch konnten wir die Pracht dieses Nationalschatzes auf einer Maßstabsgetreuen bildhaften Darstellung erahnen. Der Namdaemun market war sehr groß und farbig. Überall konnte man verschiedenste waren sehen, vom getrockneten Fisch bis zum Handtaschenplagiat. Man erklärte uns, dass jede Straße ein gewisses Motto hat. Wir zum Beispiel, gingen durch die Gasse mit DVD Plagiaten und Fotoläden. Die Masse der Ware beeindruckte mich sehr sowie die Qualität der Plagiate.

Wir fuhren weiter zum GyeongBok-Kung Palast. Kein anderer Palast kann die Macht der Joseon Dynastie besser repräsentieren wie dieser. Dieser Palast ist ein Ort der Ruhe und der Belebtheit. Dies wird am Besten durch ein kleines Gebäude gezeigt, welches von einem großen Teich mit Fischen umgeben wird.
Das besondere and den Konstruktionen dieser Paläste, waren die Gewölbten Holzdächer und hier speziell die verschiedenen Farben und Muster. Die große Tempelanlage mit ihren vielfältigen kulturellen Schätzen, bot nicht nur eine Sicht auf die moderne Stadt Korea, welches den Kontrast von alt und neu sehr gut wiederspiegelte, sondern auch ein Besseres Verständnis der Koreanischen Lebensart.
Nach dieser Besichtigung, steuerten wir in Richtung der Insadong Straße. Diese Straße war auf den ersten Blick eine gewöhnliche Einkaufstraße wie man sie vielleicht in Europa schon einmal gesehen hat.

Dennoch verbarg diese Straße viele ungewöhnliche und aufregende Produkte. Die Jugendbotschafter Gruppe war erstaunt über die Größe eines Stückes Karamellmasse, welches den halben standtisch besetzte undhinter dem selbst die Verkäuferin sich verstecken konnte. Als etwas sonderbar fanden wir die Kochenden Maden, welche an einem anderen Stande verkauft wurden.
Eine große Freude war es für mich ein Stück Deutschland mitten in dieser Großstadt wiederzufinden. Der Berliner Platz, erkennbar durch ein Stück Berliner Mauer und einen Berliner Bären, liegt direkt an einem künstlich angelegten Fluss quer durch Seoul. In diesem, erfreuten sich die Kinder der Hauptstädter sehr, da es an diesem Tag besonders schwül war. Sehr beeindruckend fand ich die Sauberkeit und wieder den Kontrast aus Natur und Großstadt.
Wir zogen weiter zu einer sehr großen, vierspurigen Straße, in der zum größten Teil Japaner, die Statue des Admiralen Yi Sun-sin Fotographierten. Admiral Yi Sun-sin ist eine der Wichtigsten Historischen Figuren in Korea denn er besiegt während der Japanischen Invasion Koreas (1592-1598)die Japanische Flotte dank des „turtle ship“. Dieses Schiff, welches wir später im Kriegsmuseum entdeckten, ist am Oberdeck mit eisernen Speerspitzen zur Abwehr von Enterangriffen versehen.

 

Tag 4, Montag 24.8.2009
Dieser Tag war ein besonders ausgefüllter Tag rücksichtlich der Persönlichkeiten, welche wir treffen sollten. Er begann mit einem Gespräch mit der Schulleiterin der Deutschen Schule Seoul International. Dieses Gespräch gab mir eine genaue Einsicht in das, in Deutschland neu Eingeführte Internationale System. Ich bemerkte schnell Ähnlichkeiten mit meinem internationalen Schulprogramm und die Unterschiede, welche aus z.B. Platzmöglichkeiten bestanden. Wir bekamen eine Führung durch diese recht kleine, Privatschule und durften dann früh in die Klassen gleichaltriger Schüler hinein schnuppern. Die Lehrer der Klassen 10 und 11 nahmen uns sehr herzlich auf für jeweils eine Schulstunde in Biologie und Englisch und konnten uns damit ein klareres Bild der Vorteile und Nachteile von kleinen Klassen präsentieren. Die Klassenstärke betrug maximal 10 Schüler. Das Lehren und Lernen ist für Lehrer und
Schüler einfacher und jedoch intensiver. Die Größe der Schule ist auf der Einen Seite eine sehr gute Sache denn jeder kennt jeden und die Gemeinschaft ist toll, jedoch hat man Sozial einen Nachteil denn man kennt nur seine Klassenkameraden und die der Stufe darunter und das sind dann circa 10 Leute.

Nach dieser guten Einführung in den Tag, fuhren wir zum Hauptsitz der Deutschen Bank AG in Seoul. Dort nahm uns der Filialleiter Michael Hellbeck in Empfang und versuchte uns, eine Idee über die Entstehung der Finanzkrise und welche Probleme und Befürchtung sie mit sich bringt, zu geben. Unter dem Motto „von nichts, kommt nichts“, berichtete er uns dann über die regelmäßigen und freiwilligen Investitionen der Arbeitgeber in Bereiche, welche die Arbeitnehmer motivieren sollten damit die Produktivität steigt.( z.B. Anmeldung für jeden Mitarbeiter in den Fitnessraum, neue Stühle, Kaffemaschinen, Gesundheits-Check usw.) . Nach langer Diskussion über Auslandinvestitionen, über Kreditkarten und das Leben und Arbeiten in Korea, klang dieses Treffen langsam aus und wir mussten auch wieder schnell zum Nächsten Termin: Volkwagen Korea. Frau Heike Weimar, die Chefin der Marketing Abteilung für VW Südkorea, stellte sich vor, ein Gruppenbild wurde geschossen und schon ging es los mit der Präsentation. Diese sehr dynamische und engagierte Geschäftsfrau, zeigte uns einige Abschnitte von Werbespots oder von Events, welche VW in Korea organisieren, damit dass Land die Marke VW, Das Auto erst einmal kennenlernen. Auch hier entwickelte sich zum Schluss eine Heiße Diskussion ob es richtig ist oder nicht, dass Deutsche Autos in Korea ein wenig verändert und mit einem anderen Emblem wiederzufinden sind unter einem anderen Namen. Ich werde eine sehr gute Erinnerung an diesem Termin behalten denn ich konnte vieles vom Kaufverhalten der Koreaner mitnehmen. Aber auch hier wartete der Nächste Gastgeber. Wir wurden herzlich vom ehemaligen koreanischen Botschafter in Berlin erwartet. Der jetzige Professor der Yonsei Universität für Politikwissenschaften und internationalen Beziehungen, erzählte uns über seine Erfahrung in Deutschland und lobte Deutschland seht. Er sprach von dem Verhältnis Deutschlands mit dem Koreas, und ging dabei besonders auf das „ausleihen“ der Wirtschaftlichen, philosophischen Ideen ein. Er sprach auch des Leidens der Nordkoreaner und teilte uns mit, dass er sich eine Wiedervereinigung wünscht, wie sie auch in Deutschland stattgefunden hat. Nachdem Kathy Blättermann aus Kurzer Hand ein Portrait dieses „Koreanischen Weltbotschafters“, mahlte, verabschiedeten wir uns sehr Höflich und gingen wieder mit skeptischen und dennoch stolzen Gedanken zurück nach Hause. Dort aßen wir mit der Gastfamilie zu Abend und hatten hinterher ein sehr belehrendes und faszinierendes Gespräch mit dem Militärattaché von Großbritannien, welcher uns über seine persönliche Meinung über die Situation in Nordkorea mitteilte. Diese Diskussion war sehr schwer abzubrechen jedoch waren wir auch sehr erschöpft und wollten nur noch eins: uns für den Nächsten aufregenden Tag erholen.

 

Tag 5, Dienstag 25.8.2009
Tag 5 begann mit einem sehr wichtigen Termin. Der Chairman von Invest Korea, Herr Tong-soo Chung lud uns zu einem Gespräch mit ihm selbst ein, der Consultant Todd Sample, hielt eine Präsentation über Statistiken der Koreanischen Wirtschaft im Bezug auf Ausland Investitionen. Herr Hwan-Kuk Kang , ein geborener Hamburger der ein ausgezeichnetes deutsch sprach, führte uns durch das Gebäude der Korea Invest Support Bildung. KIS, ist eine Abteilung Der Korean Invest, welche, potenzielle Auslandsinvestoren ihrer Entscheidung behilflich werden indem sie diesen Investoren Büros zur Verfügung stellen, sowie Konferenzräume und anderes. Die Präsentation von Herrn Todd Sample hat mich unglaublich interessiert denn in diesem Gespräch, konnte man eine gute Einsicht bekommen in das Investitionsverhalten von Deutschland und anderen Europäischen Ländern bekommen.
Um auch einen Teil der Sportkultur in Korea mitbekommen sollten, besuchten wir gemeinsam das Olympiastation in Seoul. Das Stadion, welches von innen sehr imposant wirkt, wird durch ein nebenanliegendes Museum zur vollen Bedeutung gebracht. Es war sehr faszinierend, auf dem Boden zu laufen, auf dem 1977 professionelle Sportler die Olympiade bestritten.

Ein Termin an dem ich mich sehr lange Erinnern werde, ist das, mit dem „Programm officer “Johannes Klausa von der Naumann Stiftung. Er erzählte uns von seinen Reisen nach Nordkorea und seinen Beziehungen zu Nordkoreanischen Menschen. Dieses Gespräch war für mich eines der Interessantesten denn es ging um Nordkorea. Ich beschäftigte mich prinzipiell im Laufe unserer Reise sehr um das Thema Nordkorea und hierzu Erfahrung und Eindrücke zu hören war für mich eine sehr besondere Sache. Die Nordkoreanischen Portraits, welche auf einigen Wänden des Büros hingen haben mich besonders beeindruckt. Am meisten hat mich das Bild des Diamanten-Gebirges in Nordkorea fasziniert.
Am Abend konnten wir uns frei auf dem „Elektro Market“ aufhalten und die Welt der Vielfältigkeit der Produkte wieder entdecken. Man sah dort alles von alter Ware zu neusten, von der Billigsten zur teuersten und für jeden etwas. Wie uns bereits zuvor erzählt worden ist, versuchten wir die, für Touristen sehr hoch gesetzten Preisen herunterzuhandeln. Der Erfolg kam mit dem immer weiter entwickeltem Geschick und „Know-How“. Bevor wir schließlich um 10:00 wieder zur Gastfamilie, mit dem, für unsere Verhältnisse relativ billigem Taxi, zurückfuhren, schauten wir uns schnell im „I Mall“ um und aßen eine Kleinigkeit. Rundum kann man sagen, dass dieser Tag sehr gelungen war, denn wir hatten eine sehr vielseitig Einsicht in das Koreanische Leben bekommen.

 

Tag 6, Mittwoch 26.8.2009
Für einige wahrscheinlich die wohl am Bedeutendste Persönlichkeit, trafen wir am Mittwochmorgen. Der deutsche Botschafter Dr. Norbert Baas, empfing uns freundlicherweise für ein Gespräch mit anschließender Diskussion. Er erzählte uns über sein Karriere in den Ländern Russland und Georgien, an welche er generell ein großes Interesse aufzeigte. Wir diskutierten über den unterschied der Schülern in Deutsch und denen in Südkorea. Wir unterhielten uns auch über den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung in Korea, seiner Vorteile und seine Nachteile. Dieses Gespräch fand ich deshalb so interessant, weil ich mich zum Einen sehr für Geschichte und Wirtschaft interessiere und zum Anderen wurde mir dort richtig klar, wie sich die Koreanische Jugend fühlt und wie sie sich von uns Deutschen Schülern unterscheidet. Nach dem Gruppenfoto, verabschiedeten wir uns und peilten unser nächstes Museumsziel an. Das Kriegsmuseum stand auf dem Programm und wir freuten uns besonders über diese interessante Besichtigung. In diesem Museum war die Unterteilung der verschiedenen Zeiten großgeschrieben.

Die Modelle Stellten sich als sehr reell-, die Kriegsfahrzeuge als sehr interessant- und unsere Neugier als riesig, dar. Die Kurzfilme zur Unterstützung des Verständnisses bezüglich des Koreanischen Kriegs waren sehr hilfreich und sorgten für eine sehr gedrückte Atmosphäre. Mir persönlich hat dieses Kriegsmuseum besonders gut gefallen, im Besonderen die Armbrüste und die langen Schwerter, aber natürlich auch die Panzer und Maschinengewehre des Koreanischen in der Zeit des Koreanischen Kriegs. Ich persönlich befasse mich sehr mit Kriegen und fand es gut, dass ein Angebot für Jüngere Besucher bestand, sodass ihr Geschichtliches Interesse steigt.

Zu Mittag aßen wir in ein Japanisch/Koreanischem Restaurant. Zum Essen gab es eine völlige Geschmacksexplosion der Kulturmischung aus Japan und Korea, nämlich ein Koreanisches Bibimbap mit rohem Fisch.
Nach dem köstlichen essen gingen wir auf zu Entdeckung der Koreanischen Mode-Kaufhäuser. Wir begannen mit dem Kaufhaus Migliore, indem das Handeln der Preise eine normale und selbstverständliche Sache war. Sicherlich hatte ich davon schon einmal gehört und auch mit erfahren, jedoch hat mich diese Selbstverständlichkeit etwas schockiert. Ich bin der Meinung, dass man durch dieses Drücken der Preise, einen vollkommenden Verlust der Orientierung bezüglich der Preise erfährt. Jedoch kann es zu einem großen Vorteil werden, wenn man dasselbe Produkt in Korea für einen billigeren Preis kauft.
Nach einer guten Stunde, fuhren zum Einkaufszentrum „LOTTE“, wo wir von einigen Preisen doch sehr erstaunt waren. Die Käuferkulisse änderte sich natürlich gewaltig und die Produkte und ihre Ausstellung natürlich auch. Wir kauften dort Kimchi und andere Spezialitäten für zuhause ein damit wir eine lange Erinnerung an diese Geschmäcker haben würden.

 

Tag 7, Donnerstag 27.8.2009
Am Morgen von Tag 7, wussten wir, dass uns einige wichtige Termine zuvor stehen würden. N dieser Nacht bekamen wir zum ersten Mal das Koreanische Wetter kennen. Es regnete die ganze Nacht in Strömen und am nächsten Morgen war alles wieder trocken. Wir begannen unseren Tag bei der Familie Wöhler, von Wo aus, wir zu Schweizer Botschaft fuhren. Dort angekommen, trafen wir uns mit dem Kultur- und Wirtschaftattaché Herrn Raoul Imbach. Auch er führte ein sehr intensives Gespräch mit uns und erklärte uns welche Vorteile es für die Schweiz geben würde in der EU einzutreten und welche Nachteile, unter Anderem auch was die Schweiz daran hindert. nach großzügigen Geschenken aus der Schweiz, verabschiedeten wir uns mit einem Abschiedsbild vom musikalisch und kulinarisch talentierten Attaché. Auch dieses Gespräch faszinierte mich sehr. Auf der einen Seite, empfand ich seinen Französischen Akzent als sehr sympathisch und zum anderen, wusste er welchen Platz die Schweiz in Korea Einnahm und wusste diesen zu verteidigen.

Vor dem nächsten Treffen, mit einem Parteiabgeordneten, spielte uns das koreanische wetter noch ein kleines Spielchen mit uns. Nach einer kurzen Führung im älteren Teil des Koreanischen Parlaments, kamen wir Durchnässt beim Büro von Herrn Cho Jeong-Sik, der sich über der Übersetzung von Frau Wöhler mit uns unterhielt. Er wollte ebenso viel wissen wie wir von ihm und deswegen verlief das Gespräch sehr gut und Locker, sodass unsere vorige Nervosität wieder vergessen war. In diesem Gespräch tauschten wir uns über unsere Position und unsere Zukunftsplänen und seinen Vorhaben in der Koreanischen Politik aus. Es war für mich eine große Ehre mit so eine Wichtigen Persönlichkeit Koreas Reden zu dürfen.
Er lud uns hinterher in eine der Kantinen in eines der Parlamentargebäude zu einem koreanischen Essen ein. Es schmeckte sehr gut und wir tauschten uns über unsere Essenskulturen aus.
Nach diesem hochinteressanten Treffen, trafen wir uns gemeinsam zu einem Umtrunk bei Frau Wöhler mit einer Deutschlehrerin und ihrer Privatschülerin. Beeindruckt hatte mich die Leistung die sie in einem Jahr Deutsch lernen erbracht hat und der Wille in Deutschland studieren zu wollen. Gemeinsam liefen wir den Berg hoch, der über die ganze Stadt zeigte. Nach 20 Minuten und vielen Schweißtropfen bewunderten wir diese unglaubliche Aussicht auf der Aussichtsplattform.
Zuletzt möchte ich Erwähnen, dass Frau Wöhler sich sehr viel Mühe gegeben hat uns eine große Freude zu machen in dem sie uns eine große Portion Schwäbischer Käsespätzle Kochte, da sie wusste, dass wir das Deutsche Essen vermissten.


Tag 8, Freitag 28.8.2009
Am nächsten Tag, ging es zur Hanyoung Foreign Language High School, in Der wir in den eine Koreanische Schulklasse kennenlernen durften. Nachdem wir uns vorstellten, befragten wir die Schüler über ihren Schulaltag aus und sie fragten uns ähnliche Fragen zurück. Man merkte die Aufregung der Koreanischen Schüler sehr denn die Meisten hatten wahrscheinlich noch nicht einen Deutschen Schüler kennengelernt, geschweige denn eines Europäischen. Bevor wir die Klasse verlassen wollten, fingen alle Koreanischen Schüler ihre Handys auszupacken und gemeinsame Fotos von ihnen und uns zu nehmen. Wenn Frau Wöhler das Ganze nicht unterbrochen hätte, würden wir jetzt immer noch da sein . wir fühlten uns wie Stars auf dem Roten Teppich da die Schüler so beeindruckt von uns waren. Auch bei einer Schulversammlung, begrüßten uns alle Schüler Lautstark.
Für mich war dies eine einmalige Erfahrung und ich muss sagen, dass es mir sehr geholfen hat eine Einsicht in das Schülerleben zu bekommen.

Das Goethe-Institut wechselte die Stimmung und dennoch war es sehr interessant. Herr Wördemann, führte ein Kurzes jedoch gutes Gespräch mit den Jugendbotschaftern über unsere Vorkommen in der Zukunft und ob wir uns vorstellen könnten für das Auswärtige Amt zu arbeiten. Ich persönlich habe diese Frage zuvor schon in Erwägung gezogen und so beantwortete ich die Frage auch schließlich. Bevor wir das Goethe-Institut verließen, sprachen wir mit Zwei Praktikantinnen und sie Erzählten uns über ihre Erfahrungen und Eindrücke.
Der Nächste Sitz eines Automobilbauers wartete auf uns, BMW. Herr Dr. Andreas Schaaf, der Vize Präsident der BMW Niederlassung Koreas, empfing uns sehr herzlich und führte mit uns ein Gespräch über das Marketing von BMW in Korea. Mich interessierte im Besonderen das Fahr- und Kaufverhalten von Koreanern. Dies unterscheidet sich sehr denn viele Koreaner der Oberschicht suchen sich ein Luxuriöses Auto aus und lassen es dann von einem Fahrer fahren gegensätzlich zu Deutschland, wo das
Fahren eine Freude ist. Sehr interessant fand ich den Unterschied zwischen VW und BMW denn Beide sind in Korea sehr erfolgreich dennoch messen sie sich nicht denn sie unterscheiden in Klassen.

Weiter ging es mit einer kurzen Besichtigung des Designers André Kim, welcher die Mädchen besonders interessiert hat.
Unsere Letzte Station war in der Deutsch-Koreanischen Industrie- und Handelskammer, in Der Herr Wöhler uns führte und uns eine Präsentation gab. Diese war höchst Interessant denn auch wieder wurde mein Interesse für Auslandsinvestoren geweckt. Diese Kammer, ähnelte Invest Korea sehr, unterschied sich dennoch von der Größe sehr, welches auch selbstverständlich ist, da es nur um Deutsche Investitionen geht. Hiernach sollten die Jugendbotschafter eine Präsentation führen über unsere Ersten Eindrücke in Korea. Meiner Meinung nach, verlief diese Präsentation sehr gut und die Gäste schienen, mit einem guten Feedback, diese Präsentation Genossen zu haben.
An diesem Abend Besprachen wir die Planung für unseren letzten Tag. Familie Spitze, wollte uns ein wenig durch das Nachtleben Seouls führen uns gelang ihnen sehr gut. Dieser Abend was für mich etwas sehr besonderes, denn das Nachtleben Korea unterscheidet sich dem Deutschen Nachtleben sehr. Abends ist es üblich für einen Geschäftsführer, mit seinen Mitarbeitern Essen zu gehen und hinterher Alkohol zu trinken. Man erklärte uns, dass solche Abende in verschiedene runden Verlaufen und das die Zwei Ersten Runden ( Abendessen und Alkohol trinken in einer Bar oder in einer Karaoke Bar) auf Kosten des Ältesten oder Höchsten zurückfallen.


Tag 9, Samstag 29.8.2009
An unserem Letzten Tag, gingen wir auf den Namsan Tower. Zuerst wunderte ich mich sehr wieso er dem Fernsehturm so ähnelte, der in Degerloch (Stuttgart) steht, Bis mir Frau Wöhler erzählte, dass er diesem nachgebaut wurde.
Die Aussicht war wiedermal berauschend. Was mir auch sehr gefallen hat, war die Aussicht der Männertoilette, denn die Wand, war mit Glas besetzt und man hatte die Selbe Sicht wie sonst im Turm. Eine andere Sacher die mich sehr beeindruckte, war, dass man sich in Form von Schlössern, sich in diesem Turm verewigen konnte.
Als wir den schönen Fußgängerweg herunterliefen, wussten wir, dass wir in 24 Stunden im Flieger zurück nach Deutschland sitzen würden. Diese Vorstellung war sehr Traurig denn ich hatte mich langsam an sehr vieles gut gewöhnen können.

Wir fuhren nun in die Myeongdong Gegend, in der wir eine Katholische Kirche Besichtigten. Da ich Katholischer Religion bin, hat mich das interessiert. Obwohl diese Kirche nicht vor langer Zeit gebaut wurde, war sie trotzdem im alten Stil gebaut worden. Wir gingen dann zum Letzten mal Koreanisch essen und gingen von dort aus zum Korean Music & Dance, The National Center for Korean Traditional Performing Arts. Dort bekamen wir eine Vorstellung vom Feinsten dargestellt. Die Gastgeberin war hier Frau Park, die uns gemeinsam einlud. Wir bekamen auch ein kleines Museum zu sehen, indem verschiedene ungewöhnliche Musikinstrumente zu sehen waren. Besonders interessant fand ich die Großen Trommeln und verschiedene Zupfinstrumente.
Nach dem Konzert gingen gemeinsam mit Familie Spitze und Frau Flückiger aus. Nachdem wir Souvenirs für Zuhause kauften, wurden wir in das „Outback“ eingeladen und gingen danach in eine Lounge und später in eine Karaoke Bar. Die Karaoke Bar hat die Reise einen Sehr guten Letzten Schliff verpasst, da es ein spitzen Erlebnis war. Wir sind den Gastfamilien sehr dankbar dafür und auch wegen ihrer ausgezeichneten Gastfreundschaft in der ganzen Woche.


Tag 10, Sonntag 30.8.2009
Am Samstag war es dann leider schon so weit, wir mussten uns von unseren netten Gastfamilien verabschieden und waren natürlich sehr traurig.
Wir flogen mit etwas Verspätung schließlich los und hatten auf der einen Seite einen Gutes Gefühle, solch eine Erfahrung hinter uns zu haben aber auf der anderen Seite sehr traurig dieses Land voller Überraschungen verlassen zu müssen.
Schließlich möchte ich mich sehr herzlich beim Asia Circle bedanken mir solch eine Reise zu ermöglichen denn es ist eine sehr große Chance
Am allermeisten möchte ich mich ganz besonders bei Frau Wöhler und ihrer Familie Bedanken, durch deren initiative diese Reise zu Stande kam.
Danke nochmals für diese faszinierende Reise in dieses Dynamische, Kulturelle und sehr herzliches Land Frau Wöhler sie haben mir damit eine sehr große Erfahrung für mein Leben ermöglicht.

 

Ich bin Persönlich der Meinung, dass wir Jugendbotschafter sehr viele und interessante Erfahrungen gemacht haben und unsere Aufgabe bisher gut gelöst haben. Ich werde meine Erfahrung aus Korea in Deutschland einer Präsentation wiedergeben und werde das Land Korea als ein schnell wachsendes, willkommenes und dynamisches Land beschreiben. Mir ist es wichtig, dass meine Eindrücke bei anderen Jugendlichen ankommen und dass ihr Interesse für Korea und für möglicherweise andere Asiatische Länder steigt. Ich möchte jedem Jugendlichen, der die Möglichkeit hat solch ein Programm zu durchgehen dieses auch nutzen da es eine Lebenserfahrung ist und noch mehr eine unvergessliche. Ich hoffe, dass dieses Programm in den Nächsten Jahren weitergeführt wird und dass es sich möglicherweise erweitert. Korea ist ein Land der Zukunft und der Möglichkeiten, ich durfte dies entdecken und hoffe dass dies noch mehr Jugendliche können.
Die Geschichte Koreas, die im 20. Und 21. Jahrhundert der Deutschlands ähnelt, ist faszinierend. Ich habe auf dieser Reise gelernt, dass Deutschland und Korea sich in vielen Punkten ähneln. Ich nahm aus dieser Reise mit, dass die Koreaner den Deutschen trotz der Kulturellen Unterschiede und der geographischen Entfernung sich das Koreanischen Volk von der Deutschen Kultur inspirieren. Andererseits, können auch wir deutsche vieles von der Koreanischen Kultur und Vorgehensweise lernen. Indes nicht nur was den Respekt des Nächsten anbetrifft sondern ganz besonders ihre Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Gegebenheiten wie z.B. die Akzeptanz und den Einsatz moderner Technologien. Diese Dynamic und Einsatzbereitschaft des einzelnen sowie ihr Wille zum Erfolg wird Korea vermutlich in Zukunft erfolgreich sein lassen und ist ganz besonders und ist aus deutscher Sicht einer Hochentwickelten Industrienation sehr nachahmenswert.

 

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