| 18.09.2010: Patenschaft mit Schule in Seoul möglich - BERGSTRÄSSER ANZEIGER |
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Interview: Laurien Simon Wüst über seinen Südkorea-Aufenthalt
Patenschaft mit Schule in Seoul möglich
BENSHEIM. Laurien Simon Wüst ist 17 Jahre alt und besucht die Jahrgangsstufe 11 am Bensheimer Goethe- Gymnasium. Im August verbrachte er zehn Tage als Jugendbotschafter in Südkorea. Wüst wurde in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit als Schulsprecher des Gymnasiums bestätigt.
Herr Wüst, was bedeutet es für Sie, als einer von vier Deutschen für die Reise nach Südkorea ausgewählt worden zu sein? Laurien Simon Wüst: Es war schon ein erhebendes Gefühl, als ich nach dem sehr anspruchsvollen Auswahlverfahren mit mehreren Bewerbungsrunden die Zusage bekam. Nur einer von vier Jugendbotschaftern zu sein, die unser Land repräsentieren durften, empfand ich als eine ganz besondere Auszeichnung. Ich verbinde damit für mich aber auch die Verantwortung, für die Verständigung zwischen unseren beiden Ländern zu werben.
Was war das beeindruckendste Erlebnis für Sie? Wüst: Als beeindruckend empfand ich besonders den Memorial Altar in der demilitarisierten Zone. Der Altar steht für fünf Millionen nordkoreanische Flüchtlinge, die in den Jahren nach der Teilung nach Südkorea kamen. Für diese Menschen ist es ein Ort, um in sich zu kehren, um nachzudenken und Hoffnung zu schöpfen im Gedenken an die jeweiligen Angehörigen in Nordkorea.
Haben Sie vor, nach der Schule noch einmal nach Südkorea zurückzukehren? Wüst: Da uns Jugendbotschaftern während des Besuches viele unserer Gesprächspartner die Möglichkeit eines Praktikums in Aussicht gestellt haben, kann ich mir gut vorstellen, ein solches Angebot in Südkorea wahrzunehmen.
Sehen Sie Chancen, auf schulischer Ebene eine Verbindung nach Asien aufzubauen? Wüst: Spannend fände ich, wenn eine Schulpatenschaft des Goethe- Gymnasiums Bensheim und der Hanyoung Foreign Language High School Seoul zustande kommen würde, denn bei meinem Besuch in der koreanischen Schule wurde dieser Wunsch an mich herangetragen. Als Jugendbotschafter möchte ich meine Erfahrungen gerne weitergeben und stehe daher für Vorträge und Diskussionen gerne zur Verfügung. Interessenten erreichen mich unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . dr
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